Die Rheinische Affaire

Die Rheinische Affaire

Wo kommt dieser Kaffee her?


Kaffee braucht ein besonderes Klima

Kaffee gedeiht nur entlang des Äquatorgürtels. Also ein sicheres Einkommen für die Menschen, die dort leben, sollte man meinen. Doch das ist nicht immer so, wenn Global Player am Zug sind.

Die Rheinische Affaire arbeitet mit Kooperativen in Kolum­bien, Bolivien und Nicaragua zusammen, deren Kaffee vom deutschen Fairhandels-Haus El Puente (Nordstemmen) importiert wird. Die Erzeugergemeinschaften in den Anbauländern sichern nicht nur soziale Standards und die hohe Qualität des Rheinische Affaire Cafés, sondern auch die Zukunft der Kaffeebauern. Dank der Ein­künfte aus dem Fairen Handel können sie z.B. in sinnvolle ökol­ogische und medizinische Projekte investieren.



Arabica oder Robusta?

Die beiden wichtigsten Arten des Kaffeegewächses heißen Coffea arabica und Coffea canephora - auch Robusta genannt.

Die Arabica-Art stammt ursprünglich aus dem äthiopischen Hochland... Sie liefert qualitativ hochwertige Bohnen und wird heute praktisch überall entlang des Äquatorialgürtels angebaut. Die zweite weit verbreitete Art namens Coffea canephora stammt aus Uganda und wurde erst 1860 entdeckt, also zu einer Zeit, als man schon lange Kaffee trank. Ihre Bohnen sind weniger aromatisch. Dafür ist die Pflanze aber widerstandsfähiger und deshalb leichter anzubauen. Für die handelsüblichen Röstkaffees verwendet man meist eine Mischung aus beiden Arten. Woher aber stammt die Vielzahl unterschiedlicher Kaffeesorten, die in Spezialitätengeschäften angeboten werden, wenn doch nur zwei Arten eine Rolle spielen? Tatsächlich haben Robusta und Arabica unzählige Unterarten - die Sorten. Praktisch jede Anbauregion züchtet eine für sie typische Kaffeesorte. Der kolumbianische Arabica-Kaffee etwa, oder der aus Hawaii, gelten als besonders aromatische Spezialitäten. Um diese "Spitzenkaffees" wird zuweilen schon ein ähnlicher Kult betrieben wie um erlesene Weine. Und wie beim Wein kommt es auch beim Kaffee letztlich auf den individuellen Geschmack an: Der eine zieht eben mexikanische Bohnen vor, der andere schwört auf kenianische.
Arabica-Bohnen sind in der Form etwas ovaler und enthalten mehr Fett, was zu ihrem besseren Geschmack beiträgt. Die Robusta-Bohnen sind rundlicher und haben doppelt soviel Koffein wie die Arabicas.
(Aus: Quarks & Co "Faszination Kaffee", Skript zur gleichnamigen Sendung im WDR Fernsehen )